18.11.2024

Workshop und Publikation: Sexuelle Belästigung am Arbeitsplatz

Am 13. November fand ein Workshop statt, der von FES-SK gemeinsam mit CELSI und dem Slowakischen Nationalen Zentrum für Menschenrechte organisiert wurde. Dabei wurden die Ergebnisse des slowakischen Nationalberichts aus einem internationalen Projekt über sexuelle Belästigung am Arbeitsplatz vorgestellt, das mit Unterstützung und in Zusammenarbeit mit der Friedrich-Ebert-Stiftung durchgeführt wurde.

Kristína Gotthardová, wissenschatliche Mitarbeiterin bei CELSI, präsentierte zusammen mit CELSI-Direktorin Marta Kahancová die Forschungsergebnisse und Empfehlungen der Interessengruppen. Sie betonten dabei einen ganzheitlichen Ansatz zur Prävention, Untersuchung und Sanktionierung von sexueller Belästigung am Arbeitsplatz als Teil des Engagements für ein sicheres und inklusives Arbeitsumfeld.

Die Empfehlungen bezogen sich auf die Stärkung des institutionellen Politikrahmens, die Implementierung effektiver Unternehmenspolitiken, die Hervorhebung bewährter Praktiken und die aktive Einbindung der Gewerkschaften in diese Prozesse.

Die Erkenntnisse und Empfehlungen wurden in Expertenpodiumsdiskussionen mit relevanten Interessengruppen erörtert. Diese konzentrierten sich auf die Wirksamkeit der Antidiskriminierungsgesetzgebung in der Slowakei, die Erfüllung der Beweislast bei Klagen wegen sexueller Belästigung und die potenzielle Rolle der Gewerkschaften bei der Verbesserung von Präventions- und Untersuchungsprozessen sowie bei der Überwachung der Arbeitgeberpolitiken.

Die zweite Podiumsdiskussion stellte praktische Tipps und bewährte Verfahren zum Umgang mit sexueller Belästigung am Arbeitsplatz vor - wie man für sich selbst einsteht, die Bedeutung der Sanktionierung von Belästigung, die Gewährleistung eines sicheren Arbeitsumfelds und die Berücksichtigung der Bedürfnisse der belästigten Person.

Um sexuelle Belästigung am Arbeitsplatz zu stoppen und ein sicheres und inklusives Arbeitsumfeld zu gewährleisten, müssen wir auf individueller, gemeinschaftlicher und institutioneller Ebene zusammenarbeiten.

Friedrich-Ebert-Stiftung
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