17.03.2026

Erfolgreicher Start der Gewerkschaftsakademie 2026

Am Wochenende vom 13. bis 15. März 2026 organisierte die FES SK in Zusammenarbeit mit KOZ das erste Wochenende der diesjährigen Gewerkschaftsakademie. Nach der feierlichen Eröffnung am Freitag befassten sich die Teilnehmer intensiv mit der Geschichte der Gewerkschaften in der Slowakei sowie mit aktuellen Problemen und Fragen.

Am 13.03 wurde die nächste Ausgabe der Akademie für junge Gewerkschafter gestartet. Eröffnet wurde der Abend mit einer Diskussion mit Gästen, die eine entscheidende Rolle beim Thema Arbeitnehmerrechte spielen: Monika Uhlerová, Präsidentin der KOZ SR, Josef Středula von der Tschechisch-Mährischen Gewerkschaftsföderation (ČMKOS), Pavel Ondek für den Bildungssektor Gewerkschaft der Bildungswesens und Andrej Buch für die Industrie ECHOZ. 

Die Gewerkschaften in der Slowakei sehen sich mit einer Reihe zukunftsrelevanter Fragen und Themen konfrontiert:Hat die junge Generation die reale Kraft, die Spielregeln zu ändern, oder stößt sie nur auf alte Strukturen? Warum sollte eine Gewerkschaftsmitgliedschaft für einen 20-Jährigen „cool“ und prestigeträchtig sein? Work-Life-Balance, Vier-Tage-Woche und das Recht auf Abschalten – das sind keine Science-Fiction-Themen, das ist der neue Standard, für den die Gewerkschaften kämpfen 

Der Kerngedanke von Gewerkschaften ist es, niemanden in Unsicherheit lassen, vor allem wenn er zum ersten Mal eine Stelle antritt. Sie sind ein stabilisierendes Element in einer Zeit, in der sich alles zu schnell verändert. Gewerkschaften sind ein wichtiger Akteur für die Vernetzung von Arbeitnehmenden und den Kampf für gute Arbeitsbedingungen. 

Die Teilnehmer der Akademie für junge Gewerkschafter tauchten dieses Wochenende in die Schlüsselthemen der Arbeitnehmervertretung ein, wo sie den Weg vom Tripartismus zum funktionierenden Staat analysierten und die Transformation der Gewerkschaften nach 1989 diskutierten. 

Des Weiteren wurde die Bedeutung der Überparteilichkeit und politische Unabhängigkeit für die Wirksamkeit der Gewerkschaften und ihrer Ziele vermittelt. Gemeinsam mit Experten wurden theoretische Modelle definiert sowie die praktische Funktionsweise des Sozialstaats unter den spezifischen Bedingungen in der Slowakei beleuchtet. Thema war auch die öffentlichen Politik und die Finanzierung sozialer Systeme, wobei diskutiert wurde, wie Gewerkschaften im Zeitalter der Digitalisierung und künstlichen Intelligenz für die Generation Z relevant und „cool“ bleiben können. 

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