16.06.2026

In Berlin: Eine sozial gerechte Energiewende im Fokus

Ende Mai nahmen sechs Expertinnen und Experten aus der Slowakei und Tschechien an einem dreitägigen Fachaustausch in Berlin zum Thema Instrumente und politische Maßnahmen für eine sozial gerechte Energiewende teil.

Vertreterinnen und Vertreter der Slowakischen Akademie der Wissenschaften, des Instituts für Umweltpolitik des slowakischen Umweltministeriums, der Union der Städte der Slowakei sowie der Klimakoalition trafen gemeinsam mit Fachleuten der tschechischen Organisationen Reset und Zentrum für Verkehr und Energie in der deutschen Hauptstadt mit Vertreterinnen und Vertretern zahlreicher Institutionen und Organisationen zusammen. Im Rahmen von insgesamt acht Fachgesprächen tauschten sie sich über die sozioökonomischen und finanziellen Aspekte der Energiewende auf kommunaler und auf Bundesebene in Deutschland aus.

Mit dem Leiter der Verbraucherzentrale Berlin diskutierten die Teilnehmenden verschiedene Maßnahmen zur Unterstützung von Haushalten, die von Energiearmut oder Energieverschuldung bedroht sind. Eine Expertin der Berliner Senatsverwaltung stellte die Methodik und die Ergebnisse des Berliner Umweltgerechtigkeitsatlas (https://shorturl.at/txMAw)vor. Zudem fand ein Austausch mit der Bundestagsabgeordneten der Sozialdemokratischen Partei Deutschlands (SPD), Nina Scheer (https://shorturl.at/I1p8H) über Möglichkeiten statt, Klimapolitik auf Bundesebene sozial ausgewogen zu gestalten. Die Direktorin des Sozialen Klimarats (https://sozial-klimarat.de/) sowie ein Vertreter der Stiftung Klimaneutralität (https://www.stiftung-klima.de/en/home) erläuterten die Ziele und die Methodik des sogenannten „Personas-Modells“. Mithilfe von Datenanalysen und einer Typisierung von Haushalten nach Einkommen, Energieverbrauch und Energiekosten sowie – in der neuesten Version – auch nach Mobilitätsausgaben ermöglicht das Modell eine differenzierte Einschätzung der finanziellen Möglichkeiten verschiedener Bevölkerungsgruppen, in energieeffiziente und nachhaltige Lösungen zu investieren. Über die übergeordneten Zusammenhänge der Klimapolitik und deren Bedeutung für die wirtschaftliche Wettbewerbsfähigkeit diskutierten die Teilnehmenden mit dem Präsidenten des Umweltbundesamtes (https://www.umweltbundesamt.de/). Die Verteilung der Kosten der Energiewende auf unterschiedliche gesellschaftliche Gruppen war Gegenstand eines Vortrags und einer anschließenden Diskussion mit einem Analysten von Agora Energiewende (https://www.agora-energiewende.org/). Den Beitrag von Energiegenossenschaften zur Energiewende beleuchtete schließlich eine Professorin der Technischen Universität Berlin (https://www.linkedin.com/in/gesageissler/).

Der hohe Praxisbezug der Vorträge und Diskussionen sowie die ausgezeichnete fachliche Vorbereitung der Expertinnen und Experten aus der Slowakei, Tschechien und Deutschland ermöglichten einen intensiven Erfahrungsaustausch zu einem Thema, das für alle drei Länder in den kommenden Jahren von zentraler Bedeutung sein wird.

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