23.06.2026

Slowakisch-deutsches Zukunftsforum

Am 18. Juni fand in der Slowakei die erste Ausgabe des Slowakisch-deutschen Zukunftsforums statt, die von Jörg Bergstermann, dem Leiter des Büros der Friedrich-Ebert-Stiftung für die Tschechische und die Slowakische Republik, eröffnet wurde. Das Ziel dieses neuen Formats regelmäßiger runder Tische ist es, politische Vertreterinnen und Vertreter, Wirtschaftsakteure, Gewerkschaften, die Zivilgesellschaft und die Wissenschaft aus der Slowakei und Deutschland miteinander zu vernetzen und einen fachübergreifenden Dialog über die zentralen Herausforderungen zu eröffnen, vor denen beide Länder, die mitteleuropäische Region sowie die Europäische Union als Ganzes stehen. Die Veranstaltung fand unter der Schirmherrschaft des Präsidenten der Slowakischen Republik, Peter Pellegrini, sowie des Präsidenten der Friedrich-Ebert-Stiftung, des ehemaligen Präsidenten des Europäischen Parlaments Martin Schulz, statt.

Die wirtschaftliche Verflechtung der Slowakei mit Deutschland gehört zu den zentralen Faktoren für die Stabilität der slowakischen Wirtschaft. In der Slowakei sind knapp 600 Unternehmen mit deutscher Beteiligung tätig, die rund 141.000 Menschen beschäftigen, einen Umsatz von 45 Milliarden Euro erwirtschaften und dem Staatshaushalt etwa 1,7 Milliarden Euro einbringen. Die wirtschaftliche Verfassung der Slowakei und der gesamten mitteleuropäischen Region ist daher eng mit der Entwicklung der deutschen Wirtschaft und dem gegenseitigen Handelsaustausch verknüpft. Genau deshalb widmete sich das Forum Fragen der Wettbewerbsfähigkeit, der Stärkung des Innovationspotenzials beider Volkswirtschaften, der Energiewende sowie der Notwendigkeit der Dekarbonisierung und der grünen Transformation der Industrie.

Am runden Tisch, der in Zusammenarbeit mit der Slowakisch-Deutschen Industrie- und Handelskammer (AHK) zustande kam, nahmen neben den Ökonominnen und Ökonomen Brigita Schmögnerová, Martin Kahanec und Reiner Martin von der Nationalbank der Slowakei auch der Vertreter der Slowakischen Akademie der Wissenschaften Richard Filčák, die Präsidentin des Gewerkschaftsbundes KOZ SR, Monika Uhlerová, sowie Vertreter wichtiger deutscher Investoren in der Slowakei teil. Der Einladung zur ersten Ausgabe folgten neben dem Präsidenten der Slowakischen Republik auch Bundesumweltminister Carsten Schneider und der Europaabgeordnete Matthias Ecke, Wirtschaftsministerin Denisa Saková, Bildungsminister Tomáš Drucker, der für Energiepolitik zuständige Staatssekretär im Wirtschaftsministerium Szabolcs Hodosy sowie der deutsche Botschafter in der Slowakei, Thomas Kurz. Die Moderation der Veranstaltung übernahm das geschäftsführende Vorstandsmitglied der AHK, Marco Trisciuzzi.

Das Forum eröffnete zugleich eine breitere Diskussion über die Herausforderungen, vor denen Europa heute steht – von geopolitischen und geoökonomischen Veränderungen über eine neue Sicherheitsarchitektur bis hin zur grünen und digitalen Transformation. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer betonten, dass die erfolgreiche Bewältigung dieser Veränderungen eine enge Koordination und Zusammenarbeit der europäischen Länder erfordere, wobei technologische und wirtschaftliche Entwicklung Hand in Hand mit der Wahrung des sozialen Gleichgewichts und Zusammenhalts gehen müsse. Das Slowakisch-deutsche Zukunftsforum hat den Anspruch, sich zu einer festen Plattform für diesen Dialog zu entwickeln und gleichzeitig dazu beizutragen, die formellen und informellen Beziehungen zwischen der Slowakei und Deutschland weiter zu stärken.

Fotogalerie

Friedrich-Ebert-Stiftung
Vertretung in der Slowakischen Republik

Maróthyho 6
81106 Bratislava

+421 2 54 41 12 09
+421 2 54 41 18 80

slovakia(at)fes.de

Team, Kontakt