06.04.2026

Online-Diskussion: Der Krieg im Nahen Osten – Gründe und Perspektiven

FES SK organisierte in Zusammenarbeit mit der SFPA eine Diskussionsrunde zum Krieg im Nahen Osten, die von Eva Mihočková, Chefredakteurin des Portals „Zahraničná politika“, moderiert wurde. Hauptgast war der SFPA-Analyst Vladimír Tarasovič, der im Gespräch die Schritte des US-Präsidenten Donald Trump analysierte und erklärte, warum die Vereinigten Staaten im Iran keinen Regimewechsel erreicht haben.

Donald Trump hat einen militärischen Konflikt ohne klares Ziel und ohne strategischen Plan ausgelöst, was die Lage erheblich verkompliziert hat. Das iranische Regime reagierte auf die Bedrohung auf traditionelle Weise und verlagerte seine Verteidigung außerhalb des eigenen Staatsgebiets, womit auch die strategische Blockade der Straße von Hormus eng verbunden war. Dem Analysten zufolge ist es für die Amerikaner äußerst schwierig, das dortige System zu verändern, da die Macht nicht bei einem einzigen Führer liegt, sondern faktisch in den Händen der iranischen Revolutionsgarden.

Zudem haben die Einwohner des Iran selbst den Aufrufen des amerikanischen Präsidenten kein Gehör geschenkt und auch nach der Ermordung des Führers Khamenei nicht versucht, das Regime aus eigener Kraft zu stürzen. Tarasovič betonte, dass es dem Land seit Langem an einem starken alternativen Führer mangelt, der eine neue Regierungsform anbieten könnte. Dieser Konflikt bestätigte erneut die historischen Erfahrungen aus Afghanistan und dem Irak, wo es zwar leicht war, militärisch zu siegen, es jedoch nahezu unmöglich war, die Funktionsweise des gesamten Systems zu verändern.

Im abschließenden Teil des Gesprächs widmeten sich die Diskussionsteilnehmer der Frage, was die Vereinigten Staaten durch diesen Krieg tatsächlich gewonnen haben und ob die europäischen Verbündeten richtig gehandelt haben. Trotz fehlender strategischer Erfolge ist Tarasovič überzeugt, dass Donald Trump es dank seines spezifischen politischen Stils schaffen wird, auch diesen allgemeinen Misserfolg als großen Sieg darzustellen.

Das vollständige Gespräch finden Sie HIER

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