21.05.2026

European Conference 2026: EU balancing between unity and fragmenation?

Slovenská spoločnosť pre zahraničnú politiku (SFPA) veranstaltete am 18. Mai 2026 in Zusammenarbeit mit der Friedrich-Ebert-Stiftung sowie dem Österreichisch-Französischen Zentrum für Annäherung in Europa die jährliche Europakonferenz. Sie stand diesmal unter dem Titel „EU balancing between unity and fragmenation". Die Konferenz brachte führende Expertinnen und Experten aus den Bereichen Außenpolitik, Sicherheit und Wirtschaft zusammen, um über die aktuellen Herausforderungen der Europäischen Union, die Zukunft der transatlantischen Beziehungen sowie die Wettbewerbsfähigkeit Europas in einem sich wandelnden internationalen Umfeld zu diskutieren.

Das erste Panel widmete sich der Frage, ob Europa auf eine mögliche Phase vorbereitet ist, in der die Rolle der NATO geschwächt sein könnte. Die Diskussionsteilnehmenden waren sich einig, dass die wachsende Unsicherheit in der amerikanischen Sicherheitspolitik den Druck erhöht, die europäische Verteidigung und die strategische Autonomie Europas zu stärken. Gleichzeitig betonten sie, dass eine vertiefte europäische Zusammenarbeit im Verteidigungsbereich im Rahmen der NATO erfolgen und die Allianz ergänzen – nicht ersetzen – müsse. Zu den größten Herausforderungen zählen der Ausbau der europäischen Verteidigungsindustrie, der Abbau der Fragmentierung bei der Beschaffung sowie die Stärkung des gegenseitigen Vertrauens zwischen den europäischen Verbündeten und den Vereinigten Staaten.

Im zweiten Panel stand die Rolle der Europäischen Union als globaler Akteur im Mittelpunkt, der auf Instrumente der sogenannten Soft Power setzt. Die Expertinnen und Experten hoben hervor, dass es neben der traditionellen Förderung europäischer Werte nach außen zunehmend darauf ankommt, die Widerstandsfähigkeit der Mitgliedstaaten gegenüber externen Einflussnahmen, Desinformation und gesellschaftlicher Polarisierung zu stärken. Nach Auffassung der Diskutierenden verfügt die Europäische Union weiterhin über erhebliches Potenzial, das auf ihrer Glaubwürdigkeit, ihrer regelbasierten Politik und ihrer Fähigkeit beruht, demokratische Werte auch in einer Zeit wachsender geopolitischer Konkurrenz zu vertreten.

Das abschließende Panel befasste sich mit der Zukunft der europäischen Wettbewerbsfähigkeit – zwei Jahre nach der Veröffentlichung des Draghi-Berichts. Die Diskussion verdeutlichte die Notwendigkeit, den Binnenmarkt zu vollenden, den Zugang von Unternehmen zu Kapital zu verbessern und Innovationen gezielt zu fördern. Zugleich wiesen die Panelteilnehmenden darauf hin, dass die Staaten Mittel- und Osteuropas zwar solide wirtschaftliche Ergebnisse erzielen, ihre Stellung innerhalb der Europäischen Union jedoch durch Defizite bei der institutionellen Qualität, der politischen Kohärenz und der Innovationskraft geschwächt wird. Einigkeit bestand darüber, dass die Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit Europas langfristige Reformen und eine engere Zusammenarbeit der Mitgliedstaaten erfordert.

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