03.06.2025

Diskussionen Frauen in den Medien

Der Verein Frauen in den Medien organisierte in Zusammenarbeit mit der FES im April und Mai zwei Diskussionen zu aktuellen Themen des Journalismus und zur Stellung von Frauen in Führungspositionen.

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Diskussion am 28.4.

Journalistinnen und Journalisten in Gefahr: Warum erwarten die meisten von ihnen schlechtere Zeiten?

Die April-Diskussion lieferte eine alarmierende Bilanz des Zustands des slowakischen Journalismus. Politische Eingriffe in die Medien, Angriffe auf Journalistinnen und Journalisten, Verbreitung von Desinformation, geringes öffentliches Vertrauen in die Medien und unzureichender Schutz seitens des Staates – das sind laut einer Online-Umfrage des Vereins Frauen in den Medien die gravierendsten Probleme, mit denen der slowakische Journalismus zu kämpfen hat. An der Umfrage beteiligten sich erfahrene Journalistinnen und Journalisten, von denen mehr als 40 Prozent seit mehr als 10 und weniger als 20 Jahren in Redaktionen arbeiten.

Am Diskussionstisch saßen Katarína Gécziová, Chefredakteurin der Tageszeitung Korzár, Lucia Okšová, Chefredakteurin des Magazins Forbes, und Miro Frindt, Gründer der Plattform PubliQ. Gerade diese Kombination ermöglichte einen Blick auf verschiedene Segmente der Medienlandschaft – von regionalen Medien über klassische Zeitschriften bis hin zu neuen Online-Projekten.

 

Diskussion am 29.5.

Führungsfrauen in Männerberufen: Wie nehmen die Medien sie wahr?

Wenn man von einer Führungskraft spricht, welches Bild taucht als erstes auf? Ein Mann im Anzug, in Uniform, im Parlament? Und was ist mit einer Frau? Die Mai-Diskussion stellte die Frage, warum die Medien trotz der wachsenden Zahl von Frauen in Führungspositionen in traditionell "männlichen" Berufen an ihre Darstellung anders herangehen. Während männliche Führungskräfte in den Medien primär über ihre beruflichen Erfolge präsentiert werden, richtet sich bei Frauen die Aufmerksamkeit oft auf Aussehen, Kleidung oder Familienleben. Die Diskussion suchte Antworten auf die Fragen, welche Rolle dabei Stereotypen, Kultur oder die Art der medialen Kommunikation spielen und ob sich diese Situation überhaupt ändert.

Die Debatte untersuchte, ob es einen Unterschied macht, wenn über eine Führungsfrau eine Journalistin oder ein Journalist schreibt, und ob sich die Situation allmählich wandelt. An der Diskussion beteiligten sich Veronika Gulášová, ehemalige Kabinettschefin von Präsidentin Zuzana Čaputová und ehemalige Leiterin des Büros von Premierminister Ľudovít Ódor, Zuzana Šmirinová von der Abteilung Kriminalpolizei des Polizeipräsidiums und Adriana Mesochoritisová, Expertin für Geschlechtergleichstellung von der Organisation Možnosť voľby (Wahlmöglichkeit). Die Diskussion moderierte die Dokumentaristin Diana Fabiánová.

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