14.05.2026

Gewerkschaftsakademie in Banská Bystrica

Vom 8. bis 10. Mai 2026 veranstaltete die KOZ SR (Konföderation der Gewerkschaften der Slowakischen Republik) in Zusammenarbeit mit der FES (Friedrich-Ebert-Stiftung) in Banská Bystrica das dritte Wochenende der Gewerkschaftsakademie. Diese drei Tage standen ganz im Zeichen junger Gewerkschafterinnen und Gewerkschafter, die sich auf ihre zukünftige Arbeit in den jeweiligen Fachgewerkschaften und Basisorganisationen vorbereiten. Weder Termin noch Ort waren zufällig gewählt: Das Treffen fand genau am Tag des Sieges über den Faschismus statt, und zwar in einer Stadt, die tief mit dem Slowakischen Nationalaufstand verbunden ist. Das Programm verknüpfte ganz bewusst das Gedenken an die Geschichte mit der aktuellen Verteidigung von Demokratie, Solidarität und dem Recht der Menschen, sich frei zu organisieren.

Das Freitagsprogramm startete mit einer Diskussionsrunde zum Thema Rechtsextremismus – über dessen Ursprünge, seine Erscheinungsformen in der Gesellschaft und die Frage, wie sich Gewerkschaften dazu positionieren sollten. Neben Monika Uhlerová brachten sich der Historiker und ehemalige Direktor des SNP-Museums Stanislav Mičev sowie Martin Drozd ein, der im Speziellen auf das Thema Hoaxes und Betrug einging.

Der Samstag stand ganz im Zeichen der praktischen Vorbereitung. Die Teilnehmenden wurden in zwei Gruppen aufgeteilt und absolvierten im Wechsel ein Argumentationstraining unter der Leitung von Stanislav Jozef Krištofík von der Slowakischen Debattenvereinigung sowie ein Medientraining mit der Journalistin und Redakteurin Rita Fleischmanová. Ziel war es, den jungen Gewerkschaftsmitgliedern zu vermitteln, wie sie Argumente sowohl für die eigene als auch für die Gegenseite ausarbeiten und gleichzeitig selbstbewusst in der Öffentlichkeit und vor der Kamera auftreten. Als gemeinsames Thema für die Trainings diente die Entgeltgleichheit von Männern und Frauen am Arbeitsplatz. Ein hochaktuelles Thema, da der Nationalrat der Slowakischen Republik erst im April 2026 das Gesetz zur Stärkung der Lohntransparenz mit Wirkung zum 7. Juni 2026 verabschiedet hat, das auf der EU-Richtlinie zum Abbau des geschlechtsspezifischen Lohngefälles basiert.

Das Sonntagsprogramm widmete sich dem Arbeits- und Gesundheitsschutz als festem Bestandteil der gewerkschaftlichen Agenda und Grundpfeiler des Arbeitnehmerschutzes. Den Abschluss bildete eine Führung durch das SNP-Museum – ein symbolischer Schlusspunkt der Akademie, der den historischen Kampf gegen den Faschismus mit der heutigen Gewerkschaftsarbeit verband.

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