28.09.2025

Akademie des Minderheitenjournalismus 2025

Wenn wir das vergleichsweise hohe Niveau an Mißtrauen und gesellschaftlicher Polarisierung in der Slowakei senken wollen, muss der öffentliche Diskurs so moderiert und geführt werden, dass Vorurteile und Stereotype zwischen unterschiedlichen Teilen der Gesellschaft abgebaut werden. Mit diesem Leitgedanken fand im September 2025 der dritte Jahrgang der Akademie des Minderheitenjournalismus statt.

 

Hauptorganisatoren dieses Bildungsprojektes ist die NGO Eduroma und das Magazin Romano Forum. Das Hauptziel besteht darin, den Teilnehmer_innen, vorwiegend Journalist_innen aber auch öffentlich Aktive Vertreter_innen von diversen Institutionen, Instrumente zur Beseitigung von Stereotypen, zur Förderung der sozialen Inklusion und des interkulturellen Dialogs an die Hand zu geben. Die diesjährige Ausgabe bietete eine Kombination aus analytischen Betrachtungen, praktischen Workshops und interaktiven Diskussionen mit Experten für Minderheiten, Medien und digitale Technologien.

Akkurate, objektive und sensible Berichterstattung setzt gute Kenntnisse über die Lebensrealtitäten der Minderheiten in der Slowakei voraus. Ein weiterer Fokus der Akademie war die Bedeutung von Sprache und die Sensibilisierung für eine nicht diskriminierende Wortwahl.

Des weiteren wurde über Techniken zum Erkennen eigener Vorurteile und wie man sie bei der Erstellung von Inhalten vermeidet, gesprochen. So soll verhindert werden, dass schädliche Stereotypen und Vorurteile reproduziert werden. In Verschiedenen Diskussionen mit langjährigen Journalist_innen und Minderheitenvertreter_innen wurden Erfahrungen ausgetauscht, und über die Herausforderungen für den Journalismus im Bezug auf die Berichterstattung über Minderheiten heute gesprochen. Auch Datensicherung, der Schutz von Quellen aber auch der Selbstschutz bei polarisierenden Themen standen im Mittelpunkt.

Das durchaus positive Feedback der Teilnehmer_innen und umsomehr die fortschreitende Verrohung des öffentlichen Diskurses zeugt von der Notwendigkeit des Formats der Akademie, auf deren vierten Jahrgang wir uns schon jetzt freuen.
 

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