14.12.2018

Studie: Soziale Demokratie und Staatsgründung

Dieses Jahr feiert man den hundertsten Jahrestag der Staatsgründung der Tschechoslowakischen Republik – als eines der wichtigsten Ereignisse der slowakischen modernen Geschichte. Zur Gründung des gemeinsamen Staates der Tschechen und Slowaken trug in großen Maßen auch die sozialdemokratische Bewegung bei. Die ersten zwei sozialdemokratischen Regierungen legten in den Jahren 1918 und 1920 die Grundlagen für ein modernes und demokratisches politisches System, eine funktionierende parlamentarische Demokratie und eine demokratische politische Kultur.

Friedrich-Ebert-Stiftung möchte mit ihrem internationalen Projekt „Soziale Demokratie und Staatsgründung“ die Rolle der sozialdemokratischen Parteien im Prozess der Gründung und Formierung neuer demokratischer Nationalstaaten nahebringen. Im Rahmen des Projekts wurde von der wissenschaftlichen Mitarbeiterin des Historischen Institutes der Slowakischen Akademie der Wissenschaften PhDr. Zuzana Poláčková, Phd. eine Studie verfasst, die die Rolle der slowakischen sozialdemokratischen Bewegung im Entstehungsprozess der Tschechoslowakei beschreibt. Die Studie beschreibt den Kontext und die Orientation der slowakischen sozialdemokratischen Bewegung seit ihrer Entstehung und verweist auf den Beitrag sozialer Demokratie für die Slowakei, der darin liegt, dass sie sich als Bewegung für eine konsequente und komplexe gesellschaftliche, politische und wirtschaftliche Emanzipation der Arbeiterklasse und soziale Gerechtigkeit, allgemeine Rechtsstaatlichkeit und politische Demokratie einsetzte. Jedoch verweist die Autorin auch auf die zu zentralistische Politik, stellenweise zu opportunistische Positionen gegenüber slowakischen nationalen Forderungen und die unrealistische Durchsetzung tschechoslowakischer politischer Doktrin bis zum Jahr 1938.

Mehr Informationen finden Sie in beigelegter Studie in slowakischer Sprache.

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