14.12.2020

Publikation: Slowakische Erfahrungen mit Neoliberalismus. Wie wird das Bild der sozioökonomischen Realität in der Slowakei deformiert

Das Hauptziel des zwölfköpfigen Autorenteams unter der Leitung des Analytikers im Bereich der Sozioökonomie und Gewerkschafter Ján Košč war es, auf die bedeutende Überlegenheit der neoliberalen Wirtschaftsschule im Mediendiskurs in der Slowakei und die Prozesse, durch die diese Überlegenheit gebildet und aufrechterhalten wird, in der Publikation mit dem Titel „Slowakische Erfahrungen mit Neoliberalismus. Wie wird das Bild der sozioökonimischen Realität in der Slowakei deformiert“ hinzuweisen.

Das ideologische Ungleichgewicht und die Einseitigkeit im Wirtschaftsmediendiskurs der Slowakei, der im Vergleich zur entwickelten Welt deutlich nach rechts abgeweicht, ist Tatsache, die von einigen VertreterInnen des slowakischen Liberalismus und Neoliberalismus anerkannt wird. Ziel der vorliegenden Publikation, die von der slowakischen Vertretung der Friedrich Ebert Stiftung herausgegeben wurde, war es, auf die obenbeschriebene Situation hinzuweisen und zugleich einen kleinen Beitrag zum Ausgleich dieses Ungleichgewichts zu leisten, das laut den Autoren und auch dem Herausgeber zu Lasten der Menschen in der Slowakei. Der zweite Grund war, auf die Prozesse hinzuweisen, durch die diese Überlegenheit der rechten Wirtschaftsmeinung in der öffentlichen Debatte entsteht und aufrechterhalten wird

Die Publikation analysiert den Hintergrund und Einfluss neoliberaler Institute auf den Wirtschafts- und Mediendiskurs in der Slowakei anhand von 12 Beiträgen. „Wenn wir von den alternativen Medien absehen und ausschließlich auf die Mainstream-Medien schauen, haben die meisten von ihnen in letzter Zeit die Rolle von „Hoax-Kämpfern“ und „Wahrheitssuchenden“ übernommen. Kann jedoch Zitieren von Analytikern der neoliberalen Think Tanks, ohne dass die Medien ihre Behauptungen überprüfen, als Wahrheit genannt werden? Bedeutet die Suche nach der Wahrheit die Interessenkonflikte zu verschleiern? Ignoriert die Suche nach der Wahrheit andere Ansichten in der öffentlichen Debatte? Ist die Suche nach der Wahrheit eine Bestätigung der eigenen Ansichten?“, fragt der Leiter des Autorenteams, Ján Košč, im Zusammenhang mit dem Thema der Publikation.

Aus der Sicht der slowakischen Vertretung der Friedrich-Ebert-Stiftung ist das Ziel der Publikation auch das Meinungsspektrum zu erweitern und die Qualität des wirtschaftlichen Diskurses in unserem Land zu steigern.

Team von AutorInnen:

Ing. PhDr. Peter Daubner – Institut für Philosophie der Slowakischen Akademie der Wissenschaften,
PhDr. Ing. Marek Dobeš, PhD. – Wissenschaftlicher Mitarbeiter der SAW,
Mgr. Katarína Duffeková – Doktorandin an der Pavol-Jozef-Šafárik-Universität,
Mgr. Ivana Komanická, M.A., PhD. – Wissenschaftliche Mitarbeiterin der SAW,
Mgr. art. Adam Macko – Künstler und Kurator (Interviewteilnehmer),
Mgr. Ján Košč – Analytiker im Bereich Sozioökonomie,
Ing. Milan Kuruc – Aktivist, Gründer von OZ Pracujúca chudoba,
Ing. Juraj Melichár – Freunde der Erde-CEPA,
Mgr. Robert Mihály – Doktorand an der Comenius-Universität Bratislava,
Mgr. Tomáš Profant, PhD. – Senior wissenschaftlicher Mitarbeiter des Instituts für Internationale Beziehungen in Prag und Fachassistent an der Sozial- und Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät  der Comenius-Universität Bratislava,
Mgr. Ján Ruman, PhD. – Politologe, Pavol-Jozef-Šafárik-Universität,
Mgr. Peter Takáč – Philosoph, Doktorand an der Pädagogischen Fakultät der Karls-Universität Prag.

Die Publikation steht zum kostenlosen Download zur Verfügung.

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